Gründerpreis fördert Innovationen für die alternde Gesellschaft
Dortmund/Köln 26.05.2026 Neben der künstlichen Intelligenz entsteht ein globaler Zukunftsmarkt, der in Deutschland bislang kaum im Fokus steht. AgeTech umfasst Technologien und Dienstleistungen für ein besseres Leben im Alter. Getrieben durch den demografischen Wandel, die steigende Lebenserwartung und digitale Innovationen entwickelt sich AgeTech international zu einem Milliardenmarkt.
In den USA, Japan oder Israel wird dieser Zukunftsmarkt bereits gezielt gefördert. Deutschland hingegen droht trotz hervorragender Voraussetzungen an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.
„Deutschland unterschätzt das wirtschaftliche Potenzial von AgeTech“, sagt Frank Leyhausen, Projektleiter des SENovation-Awards. „Wir verfügen über eine der ältesten Bevölkerungen weltweit, starke mittelständische Strukturen und innovative Start-ups. Was fehlt, sind Sichtbarkeit, Investitionen und die Bereitschaft zur Skalierung.“
Schon heute ist rund ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland älter als 60 Jahre, Tendenz steigend. Damit wächst auch die Nachfrage nach Lösungen in Bereichen wie Wohnen, Mobilität, Gesundheit, Pflege und sozialer Teilhabe.
SENovation-Award fördert Gründer:innen
Um Innovationen in diesem Zukunftsmarkt zu fördern und sichtbarer zu machen, läuft aktuell die Bewerbungsphase für den SENovation-Award 2026. Noch bis zum 30. Juni 2026 können sich Start-ups sowie Projekte in der Vorgründungsphase beim Gründerpreis bewerben, die Lösungen für eine alternde Gesellschaft entwickeln. „Erfolgreiche AgeTech-Lösungen stellen nicht das Alter, sondern konkrete Lebenssituationen in den Mittelpunkt“, erklärt Leyhausen. „Dazu gehören beispielsweise der Übergang in den Ruhestand, die Unterstützung pflegender Angehöriger oder neue Formen sozialer Teilhabe.“ Neben einem Preisgeld von 5.000 Euro erhalten Teilnehmende Zugang zu einem Netzwerk aus Wirtschaft, Forschung und Politik sowie mediale Aufmerksamkeit.
Forderung nach einer AgeTech-Strategie
Der SENovation-Award versteht sich auch als Impulsgeber für eine stärkere Positionierung Deutschlands im globalen AgeTech-Markt. „Wenn Deutschland jetzt nicht handelt, werden zentrale Lösungen für die alternde Gesellschaft künftig aus dem Ausland kommen“, sagt Torsten Uhlig, Vorstandsvorsitzender der SIGNAL IDUNA-Gruppe. „Dabei sind die Voraussetzungen hervorragend, um international eine führende Rolle einzunehmen.“
Zum Engagement seines Unternehmens ergänzt Uhlig: „Wir unterstützen den SENovation-Award seit Beginn, denn die alternde Gesellschaft bringt nicht nur Herausforderungen mit sich, sondern eröffnet auch erhebliche Innovations- und Wachstumspotenziale für alle Branchen in Deutschland. Dabei ist die Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe von entscheidender Bedeutung, um diese Potenziale zu heben, den demografischen Wandel erfolgreich zu gestalten und den sozialen Frieden zu erhalten.“